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Vernetzt und autonom

„Katze mit tz“ – so heisst das erfolgreiche Rechtschreibeprogramm zum Rechtschreibestart von profax. Die Kinder lieben es: auf vielfältige Art wird der Rechtschreibegrundwortschatz trainiert und gleichzeitig erfahren sie viel über Tiere. Das Programm beschränkt sich nicht auf das isolierte Trainieren von Wortformen. Schliesslich haben wir eine Satz- und keine Wortsprache. Auch die Lehrpersonen lieben das Programm: dank der intelligenten Zuordnung des Rechtschreibwortschatzes zu sprechenden Tiernamen und durch den Arbeitsplan lässt sich die Ähnlichkeitshemmung vermeiden und jedes Kind kann dort trainieren, wo es steht.
Wir von profax haben erfahren, dass beim Lernen mit elektronischen Medien eine Vernetzung mit Printmedien eine Voraussetzung für den Erfolg ist. Aus diesem Grunde geben wir neu zwei profax Lernhefte heraus, die das Computerprogramm ergänzen: „Miau“ und „Schnurr“ . Nach dem Motto „Wer die Grundlagen verstanden hat, trainiert wirksamer“ wird den Kindern in den beiden Lernheften auf kindergerechte Art gezeigt, wie Rechtschreibung funktioniert. Das profax Lerngerät sorgt für Sofortkontrolle und für selbstständiges Lernen.

Schon ein wenig länger gibt es „Biber & so“ und „Otter & so“. Zwei Hefte, die Leseverständnis trainieren und inhaltlich die Tiere aus „Katze mit tz“ aufnehmen.

Walter Bucher

Übrigens: wo es zu wenige Computer in den Schulzimmern gibt, ist das profax Lerngerät doch sowieso die perfekte Alternative.

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3 ::: 2 ::: 1 tempo60 Grössen 📐⏱🥛

Mit Grössen arbeiten, sicher und schnell

Hat ein Liter 10, 100 oder 1000 Zentiliter – und wie viele Kilogramm braucht es für eine Tonne? profaxonline schickt mit tempo60 Grössen das zweite eigene Lernmodul zum Fachbereich Mathematik in die BETA-Phase.

Die Walze drehen, ein Übungsset wählen und trainieren!
 
tempo60 Grössen – Startseite

 

Mit tempo60 Grössen erarbeiten sich die Lernenden Sicherheit im Umwandeln, Vergleichen und Ergänzen von Grössen. Ziel ist es, jedes Übungsset in höchstens 60 Sekunden fehlerfrei zu lösen. Die Übungen weisen unter jedem Thema einen steigenden Schwierigkeitsgrad auf und eignen sich für ein gezieltes Arbeiten an den Fertigkeiten im 2. und 3. Zyklus.

Das Übunsangebot für die Themen Geld, Längenmassen, Hohlmasse und Gewichte ist in der BETA-Version bereits vollständig verfügbar. Zeiteinheiten und Flächen werden in den nächsten Wochen folgen.
 
tempo60 Grössen: Die Themen

Zwei Arbeitsmodi

Die beiden Arbeitsmodi kennen Sie bereits vom ersten Modul unsere tempo60 Reihe: tempo60 Grundoperationen

Im Trainingsmodus erabeiten sich die Lernenden ohne Druck gute Fertigkeiten in den von ihnen gewählten Übungssets. Die 16 Aufgaben werden zufällig gemischt.
Sobald sie sich bereit fühlen, stellen sie sich der Herausforderung der laufenden Uhr:
Im Testmodus versuchen sie, möglichst alle 16 Aufgaben eines Sets in 60 Sekunden zu lösen. Die Reihenfolge der Aufgaben bleibt immer gleich.

Die Themen

  • Umrechnen von grossen in kleine Einheiten
    Reine Hunderter-, Zehner- und Einerzahlen / gemischte Zahlen / Dezimalzahlen

  • Umrechnen von kleinen in grosse Einheiten
    Reine Hunderter-, Zehner- und Einerzahlen / gemischte Zahlen / Dezimalzahlen

  • Umrechnen in beide Richtungen
    Reine Hunderter-, Zehner- und Einerzahlen / gemischte Zahlen / Dezimalzahlen

tempo60: Beispiele für Übungen

  • Vergleichen
    Reine Hunderter-, Zehner- und Einerzahlen / gemischte Zahlen / Dezimalzahlen

  • Ergänzen auf die nächstgrössere Masseinheit
    Reine Hunderter-, Zehner- und Einerzahlen / gemischte Zahlen / Dezimalzahlen

  • Sorten einsetzen

 

tempo60 Grössen testen

tempo60 GrössenBis Ende Jahr kann die BETA-Version von tempo60 Grössen kostenlos auf profaxonline ausprobiert werden. tempo60 Grössen ist Bestandteil der profaxonline Flatrate.

Das Dokument Die tempo60 Grössen Übungssets gibt Ihnen einen detaillierten Einblick in die Thematiken und Inhalte der bereits vorhandenen Übungssets.

Im tempo60 Grössen Handbuch werden alle Funktionen des Trainingsmoduls ausführlich erklärt.

 
Schreiben Sie uns auf info@profax.ch, wie Ihnen unser neuestes Lernmodul im Fachbereich Mathematik gefällt. Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung.

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Mit drei neuen Lernmodulen an der Swissdidac

drei Neugigkeiten an der Swissdidac
Wir stellen gleich drei Neuheiten für profaxonline an der Swissdidac vor – sie ergänzen unsere bewährten Trainingsprogramme in den Fächern Mathematik und Deutsch. Kommen Sie bei uns vorbei und lassen Sie sich überraschen. Sie finden uns wie üblich am Stand unseres Vertriebspartners ingold-biwa / INGOLDVerlag im Zentrum der Halle 3.2 (Halle 3.2 C20).

Das Lernangebot der Flatrate wächst

FlatrateLaufend stossen neue Lernmodule zum Pool der profax Flatrate und ermöglichen damit eine weitere Differenzierung der Trainingsmaterialien für Ihre Schülerinnen und Schüler, ohne dass wir dabei den Preis angehoben haben. Das aktuelle profax Flatrate Angebot ist bereits für Schulen ab 100 Lernenden erhältlich – gerne beraten wir Sie an unserem Stand.

Das profax Team freut sich, Sie an der Siwssdidac am Stand C20, Halle 3.2 persönlich kennenzulernen.

LOGO 4 – Richtungen

Vorschulische Fertigkeiten entwickeln und stärken

LOGO unterstützt und fördert Kinder im Alter von 3 bis 7 Jahren in der Entwicklung kognitiver Kompetenzen und stärkt sie damit spielerisch und sprachfrei für einen erfolgreichen Eintritt in die Schule. Wer die 10 Module meistert, ist bestens vorbereitet für den Start mit Lesen, Schreiben und Rechnen.

Die Module

In der LOGO-Reihe sind 10 Module geplant. Jedes Modul enthält 9 Übungen zu einem wichtigen thematischen Schwerpunkt vorschulischen Lernens.

Bereits umgesetzt:
LOGO 1 – Farben und Formen
LOGO 2 – Entdecken
LOGO 3 – Ergänzen
LOGO 4 – Richtungen

Konzipiert:
LOGO 5 – Kombinieren
LOGO 6 – Zuordnen
LOGO 7 – Spiegelbilder
LOGO 8 – Reihen
LOGO 9 – Muster
LOGO 10 – Mengen

Motiviertes Lernen über drei Stufen

Die drei Schwierigkeitsstufen einer Übung helfen den Kindern sich behutsam in ein Thema einzuarbeiten. In der Einstiegsstufe lernen die Kinder den Mechanismus und die Anforderungen der Übung auf einfachste Weise kennen. Erfolg ist garantiert. Das motiviert, um dann auch die Herausforderung der beiden nächsten Stufen in Angriff zu nehmen und zu bewältigen.

Immer genau wissen, wo man steht

Die Übungsauswahl ist gleichzeitig Lernjournal und dokumentiert laufend den Lernstand. Die Kinder wissen so jederzeit, welche Stufen der 9 Übungen sie bereits bearbeitet haben und wie erfolgreich sie dabei waren.

Einsatzbereiche

Förderung grundlegender Fertigkeiten in Frühförderung, Kindergarten, in der schulischen Heilpädagogik

Basis für die Entwicklung bildet die Lernheftreihe LOGO für das profaxli Lerngerät. Die Grundideen wurden weiterentwickelt, um die zusätzlichen Möglichkeiten des digitalen Lernens auszuschöpfen.

Das Entwicklungsteam

René Fehr-Biscioni – Entwickler, Programmierer, Gestalter
Harriet Bünzli-Seiler – Primarlehrerin, Lehrmittelautorin

profaxpreis 2012: Dr. Yahya Bajwa

Yahya Bajwa
Schon im Alter von 14 Jahren hatte der gebürtige Pakistaner Yahya Bajwa das Ziel: „Für den Anfang wollen wir nur eine kleine Schule gründen, danach … eine grössere Schule und noch ein Waisenhaus für die Kinder, die keine Eltern mehr haben.“

Inzwischen hat Dr. phil I Yahya Hassan Bajwa gemeinsam mit Fida Hussain Waraich den gemeinnützigen Verein LivingEducation gegründet und er ist auch dessen Präsident. Die Projekte von LivingEducation setzen in Pakistan dort an, wo Menschen ausgeschlossen oder benachteiligt werden – sei es aus gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder religiösen Gründen oder auf- grund ihres Geschlechts. Der Verein verschafft den Benachteiligten Zugang zu Bildung und damit einen Ausweg aus Armut und Abhängigkeit. Damit hilft er den unterstützen Menschen ihr Leben selber in die Hand zu nehmen.

LivingEducation ist im islamischen Umfeld fast vollständig auf Mädchen und Frauen ausgerichtet, den am meisten Benachteiligten in der pakistanischen Gesellschaft. Es bringt zudem Musliminnen und Christinnen in den Inter- naten zusammen, was in einem Land, in dem religiöse Spannungen sich immer häufiger in Gewalt entladen, ein besonders wertvoller Beitrag zur Verständigung ist.

Unter Anderem hat LivingEducation in Pakistan zwei Mädcheninternate, mehrere Kindergärten, ein Ausbildungsseminar für Kindergärtnerinnen, ein Menschenrechtsbüro mit Anlaufstelle für Frauen, Gesundheitsprojekte und ein Altersheim gegründet. Weitere Infos unter www.livingeducation.org.

Laudatio

Laudatio anlässlich der Übergabe des Profax-Bildungspreises a-Bildungspreises an Dr. Yahya Hassan Bajwa und LivingEducation (Baden, 14. Juni 2012)

Sehr geehrter Herr Generalkonsul, sehr geehrte Frau Stadträtin, lieber Yahya, liebe Freunde von LivingEducation, liebe Stiftungsratsmitglieder, meine Damen und Herren:
Ein Schüler schreibt einen Aufsatz zum Thema „Meine Zukunft“ – wie wohl wir alle das eine oder andere Mal. Dieser Vierzehnjährige aber ist ein bisschen anders. Er hat etwas dunklere Haut als seine Kameraden, eine andere Religion und sein Herkunftsland im Herzen. Er schreibt:
Für den Anfang wollen wir nur eine kleine Schule gründen, danach jedoch sehen wir unseren Plan so: Wir werden nach der kleinen Schule ein Haus dazu bauen, dort werden Frauen arbeiten, so werden sie ihr Geld verdienen, wir bezahlen sie und bringen die Sachen nach Europa, verkaufen sie hier und bauen mit dem Erlös, den wir in Europa für die Sachen bekommen haben eine grössere Schule, noch ein Waisenhaus für die Kinder, die keine Eltern mehr haben.

Dieser Junge war, wie Sie wissen, Yahya Hassan Bajwa. Ausserordentlich war nicht nur sein Text, sondern auch die Tatsache, dass er seine Pläne umgesetzt hat. In Zürich lernte er gut zwanzigJahre später Fida Hussain Waraich kennen und schätzen; Fida und Yahya sind, auch in den Augen ihrer Eltern, zu Brüdern geworden. Als 2001 beide einen Elternteil verloren, begann ein neuer Lebensabschnitt: Auf dem geerbten Land in Pakistan bauten sie gemeinsam ihre erste Pilotschule für Waisenkinder auf. Später folgten zwei Internate, ein Kindergarten und ein Kindergartenseminar, ein Menschenrechtsbüro für Frauen mit Schutzzentrum, ein Altersheim, Gesundheitsprojekte und Computerkurse.

Heute ist Yahya Präsident des von ihm gegründeten Vereins LivingEducation (in einem Wort!) und sorgt sich, unter anderem, um die Ausbildung von Kindern, die Lage von Frauen und den Dialog zwischen den Religionen in Pakistan. Er tut das, wie er alles in seinem Leben zu tun scheint: Er packt an, mit Energie, Einsatz und Engagement.

BILDUNG
Yahya Bajwa kümmert sich zusammen mit Fida Hussain Waraich, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Freiwilligen und Vereinsmitgliedern um zahlreiche Kinder in zwei Schulen und einem Kindergarten. Er sorgt dafür, dass auch Waisenkinder, Kinder aus armen Familien und insbesondere Mädchen Bildung erhalten. Mädchen auf dem Land besuchen kaum je eine Schule. Jungen aus armen Familien werden, wenn überhaupt, häufig in Koranschulen geschickt, wo sie den Koran auswendig lernen. In Pakistan sind heute immer noch 50% der Bevölkerung und 65% der Frauen Analphabeten (1). Das heisst, unter den vierzig Frauen hier im Saal könnten vierzehn lesen, alle anderen nicht!
Dass Bildung, besonders Frauenbildung, ein entscheidender Faktor der Entwicklung ist, ist allgemein bekannt. Wie wichtig Schulen gerade für Mädchen sind, beschreibt auch die Pakistanerin Mukhtar Mai in ihrer Autobiographie „Die Schuld, eine Frau zu sein“. Darin sagt eine Freundin (2):
Ich werde dir jetzt mal ein Beispiel geben. Eine Frau will einen Film sehen, ihr Mann hindert sie daran. Warum? Weil er will, dass sie unwissend bleibt. Dann nämlich ist es für ihn sehr viel leichter, ihr etwas vorzumachen, ihr etwas zu verbieten. Ein Mann sagt zu seiner Frau: Du musst mir gehorchen, und fertig. Und sie erwidert nichts. … Die Frau kann nicht lesen. Die Welt existiert nur über ihren Mann. Wie soll sie sich da zur Wehr setzen? Ich behaupte nicht, alle Männer in Pakistan seien gleich, doch man kann ihnen einfach nicht vertrauen. Zu viele ungebildete Frauen kennen ihre Rechte gar nicht.

FRAUEN
Mukhtar Mai erzählt im Buch ihre eigene Geschichte: Ihr neunjähriger Bruder soll angeblich die Tochter einer Familie aus einer höheren Kaste „lüstern“ betrachtet haben. Um die „Familienehre“ wiederherzustellen, vergewaltigten vier Männer Mukhtar vor den Augen des ganzen Dorfes. Statt sich wegen der Schande das Leben zu nehmen, ging Mukhtar vor Gericht (3).
In Pakistan werden unzählige Frauen entführt, vergewaltigt, verätzt, verstümmelt, getötet. Um eine angebliche Ehrverletzung zu kompensieren, werden kleine Mädchen mit älteren Männern verangebliche Ehrverletzung zu kompensieren, werden kleine Mädchen mit älteren Männern verheiratet (4). Eine Schätzung aus dem Jahr 2007 weist gegen 1000 so genannte Ehrenmorde an Frauen aus (5). Laut der Vertreterin einer pakistanischen Nichtregierungs-Organisation ist die Anzahl der Ehrenmorde, Säureangriffe und anderer Gewaltakte gegen Frauen in den letzten Jahren angestiegen. Häusliche Gewalt sei mittlerweile in jedem dritten Haushalt in Pakistan ein Problem (6).
Frauen, die der Gewalt entfliehen wollten, können sich an ein Menschenrechtsbüro von Living-Education wenden: ein Frauenhaus mit Rechtsberatung. Im Dast-e-Shafqat – wörtlich: „schützende Hand“ – finden sie Unterschlupf und werden psychologisch betreut und beraten. Hier zwei aktuelle Beispiele (7):
30. April 2012: Ein neuer Fall für Dast-e-Shafqat. Eine Frau ist zu uns ins Frauenhaus gekommen. Ihr Mann hat ihr ihren Sohn und die Tochter weggenommen. Daraufhin ging sie zurück zu ihren Eltern. Da diese nun gestorben sind, hat sie ihr Bruder aus dem Haus geworfen. 20. Mai 2012: Seit drei Tagen ist eine neue Frau mit einem Dreijährigen im Frauenhaus von Dast-e-Shafqat. Sie musste einen älteren Mann heiraten, der schon drei Ehefrauen hat. Weil sie nach der Geburt des Sohnes reklamierte, wurde sie bestraft. Sie musste Platz für eine neue Frau machen. Dass LivingEducation Frauen Schutz und Beratung bietet, gefällt natürlich nicht allen. Manchmal lenkt ein Ehemann ein, wenn er merkt, dass hinter seiner Frau jemand steht. In anderen Fällen kämpfen die Männer mit rabiaten Mitteln um ihr vermeintliches Recht. Fida Hussain Waraij wurde zum Beispiel beschuldigt, er habe eine Frau entführt, vergewaltigt und ermordet. Tatsächlich wohnte diese Frau nicht mehr im Frauenhaus, und hatte, als sie es verliess, ihren Austritt mit ihrer Unterschrift bestätigt. Das reichte aber nicht: Fida musste beweisen, dass die Frau noch lebte. Dank guten Verbindungen und viel Glück stellte sich heraus, dass sie bei einer anderen Nichtregierungsorganisation untergekommen war, und Fida kam mit einem blauen Auge davon.

RELIGION
Zwar werden in Pakistan keine Kirchtürme verboten. Die in den letzten dreissig Jahren erfolgte Entwicklung des Landes Richtung Fundamentalismus (8), das immer weiter verschärfte Blasphemie-Gesetz zeigt aber, dass auch in Pakistan ein Dialog zwischen den Konfessionen bitter nötig ist. Anfang 2011 wurden zwei Politiker, die sich gegen das Blasphemie-Gesetz aussprachen, ermordet: der Gouverneur der Provinz Punjab, Salman Taseer, und der einzige Minister christlichen Glaubens, Shahbaz Bhatti. Manche liberale islamische Gruppierungen werden von Fundamentalisten nicht anerkannt. Bereits der Alltagsgruss „Salam Aleikum“ eines Angehörigen einer solchen Gruppe kann als Verstoss gegen das Blasphemie-Gesetz geahndet werden! Gegen das so genannte „unzüchtige“ Verhalten von Frauen gibt es eine eigene Verordnung. Schon der Erhalt eines Briefes von einem fremden Mann kann als unzüchtig gelten (9)! Angehörige religiöser Minderheiten werden diskriminiert und verfolgt (10).
Yahya ist in der Schweiz immer wieder an interreligiösen Dialogen beteiligt. In Pakistan ist er dafür besorgt, dass zumindest in den Schulen ein Austausch stattfindet: Ob Sunnitinnen oder Schiiten, ob Angehörige anderer muslimischer Minderheiten oder Christinnen, alle können die Kindergärten und Schulen von LivingEducation besuchen oder im Internat wohnen. Religion spielt eine grosse Rolle, sagt Yahya, aber es spielt überhaupt keine Rolle, welcher Religion die Mädchen angehören.
Lassen Sie mich die Wirkung von LivingEducation mit einem Beispiel aus Bhara Khau, einem Vorort von Islamabad, illustrieren: Die Nachhilfestunden für Kinder und die Näh-und Kosmetik-Kurse für Frauen stehen auch den QuartierbewohnerInnen offen. Die lokale Bevölkerung lernte so das Projekt kennen und schätzen. Als einige Fundamentalisten beschlossen, die Schule und das Frauenhaus zu stürmen, versammelten sich die Männer aus dem Quartier auf dem Hof, um das Projekt zu schützen. Mit Erfolg. Die Fundamentalisten liessen von ihrem Vorhaben ab.
So, wie es der pakistanische Schriftsteller Mohamed Hanif in seinem kürzlich erschienen Romain seinem kürzlich erschienen Roman „Alice Bhattis Himmelfahrt“ schildert, würde es in den Schulen von LivingEducation jedenfalls nie zu und her gehen (11). (Alice Bhatti ist eine Christin; Mohammed Hanif hat sie nach dem ermordeten Minister benannt.)

UMFELD
Yahya Bajwa und LivingEducation setzen sich für Bildung und Gesundheit ein, für das friedliche Zusammenleben der Religionen, für die Förderung der Frauen, für die Betreuung der Alten. Die erwähnten Beispiele zeigen, unter welch widrigen Umständen sie dies tun.

Pakistan steht in einem Spannungsfeld zwischen Autoritarismus und Demokratie, zwischen islamischer Staatsideologie und ethnischer Autonomie, zwischen Feudalismus und Moderne. Im Gegensatz zu anderen Ländern des Südens sei es nicht gelungen, gesellschaftliche Ventile zu schaffen, um die Gegensätze zu entschärfen. So weit der NZZ-Korrespondent Bernhard Imhasly (12). Auf dem Korruptionsindex von Transparency International belegt Pakistan immer wieder einen der letzten Plätze.

Innerhalb dieses Systems geht Yahya Bajwa mutig seinen Weg. Der Ehemann einer Frau, die den Schutz von LivingEducation gesucht hatte, bestach einen Richter mit einer halben Million Rupien, um Yahya hinter Gitter zu bringen. Yahya war gerade unterwegs (in den Norden, wo es noch weniger gemütlich ist als in Islamabad) und lehnte ab, vor Gericht zu erscheinen. Er könne nicht jedes Mal hinreisen, wenn er irgendwo vorgeladen sei, sagte er, und schickte seine Anwältin. Wenn Sie in Pakistan einen Gerichtstermin haben, müssen Sie morgens erscheinen und warten, bis Sie an der Reihe sind. Es kann sein, dass Sie nicht mehr dran kommen und einen neuen Termin erhalten.
Oder dass der Richter nicht erscheint, die Anwälte gerade streiken oder der Anwalt der Gegenpartei eine Verschiebung beantragt. In Yahyas Fall konnte die Anwältin nachweisen, dass der Ehemann seine Frau misshandelt hatte, und die Anklage gegen Yahya wurde fallen gelassen. Die Frau konnte später nach Europa ausreisen.

Für ihren Einsatz für Bildung, Frauen und religiösen Frieden, für ihren Mut und ihr Engagement, für den integrierten Ansatz für eine positive Entwicklung Pakistans erhalten Yahya Hassan Bajwa und LivingEducation heute den profaxpreis der profax Stiftung für herausragende Leistungen im Bildungsbereich. Herzlichen Glückwunsch!

1 Espace Mittelland 22.12.2007; http://www.indexmundi.com/pakistan/literacy.html;
http://www.unicef.org/
2 Mukhtar Mai: Die Schuld, eine Frau zu sein, Knaur 2007, Seite 108–109
3 Mukhtar Mai
4 Mukhtar Mai, Seite 155; Tages-Anzeiger 3.10.2007
5 Tages-Anzeiger 3.10.2007
6 Tages-Anzeiger 30.3.2011
7 Webseite von Dast-e-Shafqat
8 Pervez Hoodbhoy, Tages-Anzeiger 30.3.2011
9 Tages-Anzeiger 3.10.2007
10 F
lorence Savioz: Pakistan – La Situation des minorités religieuses, Bericht des Schweizerischen
Flüchtlingshilfswerks 2007;
Yahya Hassan Bajwa: Pakistan – Menschenrechte und Gefährdungslage, Bericht des Schweizerischen
Flüchtlingshilfswerks 2004
11 Mohammed Hanif: Alice Bhattis Himmelfahrt, A1-Verlag 2012
12 Bernhard Imhasly: Der fehlende Mut zur Demokratie. In: Eine Welt, März 2003

profaxpreis 2003: Sumaya Farhat-Naser

Sumaya Farhat-Naser

Sumaya Farhat-Naser
Sumaya Farhat-Naser unterrichtete während vielen Jahren an der Universität von Birzeit. Bekannt wurde sie durch ihre engagierte Friedensarbeit; zuerst in Zusammenarbeit mit den israelischen Friedensfrauen und seit Beginn der zweiten Intifada durch ihre unermüdliche Basisarbeit. In ihren Kommunikationskursen hat sie Jung und Alt, Männer und Frauen, Städter und Bauern beigebracht, dass Argumente stärker sind als Gewalt. Daneben hält sie Seminare und Workshops in den USA und in Europa.

Mit dem profaxpreis möchte der profax Verlag Sumaya Farhat-Naser für ihren unermüdlichen Einsatz danken. profax hofft, dass durch ihr Beispiel viele Menschen ermutigt werden, den Weg der kleinen Schritte zu gehen – damit eines Tages der grosse Schritt zum Frieden möglich wird.

Pressemitteilung

Erster profaxpreis an Sumaya Farhat-Naser

Die Preisträgerin
Als 1. Preisträgerin hat der profax Stiftungsrat Sumaya Farhat-Naser gewählt. Frau Farhat-Naser stammt aus einer christlich-palästinensischen Grossfamilie. Nach ihrer Schulzeit in Bethlehem studierte sie Biologie, Geografie und Pädagogik an der Universität Hamburg.

Sumaya Farhat-Naser unterrichtete während vielen Jahren an der Universität von Birzeit. Bekannt wurde sie durch ihre engagierte Friedensarbeit; zuerst in Zusammenarbeit mit den israelischen Friedensfrauen und seit Beginn der zweiten Intifada durch ihre unermüdliche Basisarbeit. In ihren Kommunikationskursen hat sie Jung und Alt, Männer und Frauen, Städter und Bauern beigebracht, dass Argumente stärker sind als Gewalt. Daneben hält sie Seminare und Workshops in den USA und in Europa.

Mit diesem Preis möchte der profax Verlag Sumaya Farhat-Naser für ihren unermüdlichen Einsatz danken. profax hofft, dass durch ihr Beispiel viele Menschen ermutigt werden, den Weg der kleinen Schritte zu gehen – damit eines Tages der grosse Schritt zum Frieden möglich wird.

Wer ist profax – wie alles begann
Vor fast 40 Jahren, als es in der ganzen schweizerischen Volksschule vermutlich noch keinen einzigen Computer gab, wurde ein kleines Übungsgerät von drei Zürcher Lehrkräften erfunden: der profax. Das Gerät, das seinen Namen vom damals üblichen Übernamen für „Professor“ hat, hielt schnell Einzug in den Schweizer Schulstuben. Wegbereiter war nicht zuletzt ein wirklicher Professor (Dr. Hans Aebli, Professor für Pädagogische Psychologie), der sofort die Qualitäten des kleinen Kunststoffrahmens mit der Lochkarte und den dazugehörigen Programmen erkannte. Das eigenverantwortliche Üben hat in den Schulen an Bedeutung gewonnen – kein Wunder, dass das kleine Gerät immer noch in den Schulzimmern zu finden ist.

Der profax Verlag hat aber schon vor vielen Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und mit der Entwicklung von Lernsoftware begonnen. Das Erfolgsprodukt „Mein Rechtschreib-Trainer A & B“, aber auch die sechs „Wortbild-Trainer“ finden sich in unzähligen Schulhäusern unseres Landes, in Deutschland und Österreich. Schüler und Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe arbeiten täglich damit, um autonom ihre Rechtschreibkenntnisse zu verbessern.

Als Nischenverlag kümmert sich profax ausschliesslich um das in der Schule oft vernachlässigte Üben. Schulkinder können heute Grosses realisieren. Sie arbeiten an Projekten, sie publizieren auf dem Internet, sie schreiben für Klassenzeitungen und gestalten Themenwochen – profax sichert die Grundlagen, damit diese grossen Pläne auch gelingen.

profax ist dankbar für den Erfolg in der Schweizer Schullandschaft. Etwas von diesem Erfolg soll durch die profax Stiftung an Kinder und Jugendliche zurückfliessen. Die profax Stiftung möchte Menschen auszeichnen, die Herausragendes für die Erziehung und Bildung geleistet haben.

tempo60 Grundoperationen

tempo60 Grundoperationen

Kopfrechnen spielerisch-sportlich, sicher und schnell

Für die schriftlichen Grundoperationen oder das Schätzen ist der schnelle Zugriff auf das kleine 1 + 1 / 1 – 1 / 1 x 1 / 1 : 1 Voraussetzung. Wer die Grundoperationen im Zahlenraum bis 100 versteht und automatisiert hat, verfügt über eine solide Basis für die Welt der Zahlen und Grössen.

Mit tempo60 erarbeiten sich die Lernenden Geläufigkeit in den Grundoperationen bis 100. Ziel ist es, jedes der 100 Sets in höchstens 60 Sekunden fehlerfrei zu lösen.

Zwei Arbeitsmodi

Im Trainingsmodus erabeiten sich die Lernenden ohne Druck gute Fertigkeiten in den von ihnen gewählten Übungssets.

Im Testmodus versuchen sie, möglichst alle 24 Aufgaben eines Sets in 60 Sekunden zu lösen. Die Reihenfolge der Aufgaben bleibt immer gleich.

Die Themen

  • Addition oder Subtraktion bis 10
  • Addition oder Subtraktion bis 20
  • Addition Schlüsselrechnungen
  • Addition oder Subtraktion bis 100
  • Addition und Subtraktion gemischt
  • Multiplikation Reihen 1 bis 10 einzeln
  • Multiplikation Schlüsselrechnungen
  • Multiplikation alle Reihen
  • Division alle Reihen
  • Multiplikation und Division gemischt

Zitat aus dem Lehrplan 21:
Schülerinnen und Schüler müssen grundlegende Einsichten und Rechenergebnisse geläufig verfügbar haben. Schülerinnen und Schüler, die das kleine Einmaleins auswendig kennen, sind in der Lage, sich das grosse Einmaleins zu erschliessen oder Produkte mit grossen Zahlen abzuschätzen. Wiederholen, sich erinnern, automatisieren und trainieren gehören ebenso zum Mathematiklernen wie erforschen und argumentieren.

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3 ::: 2 ::: 1 ::: tempo60

Kopfrechnen spielerisch-sportlich, sicher und schnell

profaxonline startet mit dem brandneuen Lernmodul tempo60: Grundoperationen mit Ihnen und Ihren Schülerinnen und Schülern ins Semester.

Die Walze drehen, eines der 100 Übungssets wählen und loslegen mit dem Training.
 
tempo60: Grundoperationen – Startseite

 
Für die schriftlichen Grundoperationen oder das Schätzen ist der schnelle Zugriff auf das kleine 1+1 / 1–1 / 1×1 / 1:1 Voraussetzung. Wer die Grundoperationen im Zahlenraum bis 100 versteht und automatisiert hat, verfügt über eine solide Basis für die Welt der Zahlen und Grössen.

Ziel ist es, jedes der 100 Sets von tempo60 in höchstens 60 Sekunden fehlerfrei zu lösen.

Zwei Arbeitsmodi

Im Trainingsmodus erabeiten sich die Lernenden ohne Druck gute Fertigkeiten in den von ihnen gewählten Übungssets. Die 24 Aufgaben werden zufällig gemischt.
Sobald sie sich bereit fühlen, stellen sie sich der Herausforderung der laufenden Uhr:
Im Testmodus versuchen sie, möglichst alle 24 Aufgaben eines Sets in 60 Sekunden zu lösen. Die Reihenfolge der Aufgaben bleibt immer gleich.

Countdown – und los geht’s

tempo60: Countdown
 
Die Uhr läuft. Jeder Punkt steht für eine der 24 Aufgaben. Fehler müssen sofort korrigiert werden und erscheinen als grüner Punkt auf dem Zähler. Mit tempo60 kann auf Computern mit externer Tastatur oder auf Tablets über Touchbedienung trainiert werden.
 
tempo60: Übung im Testmodus
 
Resultate aus dem Testmodus werden auf dem Startbildschirm angezeigt. Er wird damit zum Lernjournal.
 
tempo60: Übung im Testmodus

tempo60: Grundoperationen testen

tempo60: GrundoperationenBis Ende April kann die Beta-Version von tempo60: Grundoperationen kostenlos auf profaxonline ausprobiert werden. tempo60 ist Bestandteil der profaxonline Flatrate.

Das Dokument Die tempo60 Übungssets gibt Ihnen einen detaillierten Einblick in die Thematiken und Inhalte der 100 Übungssets.

Im tempo60 Handbuch werden alle Funktionen des Trainingsmoduls ausführlich erklärt.

 
Schreiben Sie uns auf info@profax.ch, wie Ihnen unsere neueste Entwicklung gefällt. Wir freuen uns über jede Rückmeldung.

LOGO 3 – Ergänzen

Vorschulische Fertigkeiten entwickeln und stärken

LOGO unterstützt und fördert Kinder im Alter von 3 bis 7 Jahren in der Entwicklung kognitiver Kompetenzen und stärkt sie damit spielerisch und sprachfrei für einen erfolgreichen Eintritt in die Schule. Wer die 10 Module meistert, ist bestens vorbereitet für den Start mit Lesen, Schreiben und Rechnen.

Die Module

In der LOGO-Reihe sind 10 Module geplant. Jedes Modul enthält 9 Übungen zu einem wichtigen thematischen Schwerpunkt vorschulischen Lernens.

Bereits umgesetzt:
LOGO 1 – Farben und Formen
LOGO 2 – Entdecken
LOGO 3 – Ergänzen
LOGO 4 – Richtungen

Konzipiert:
LOGO 5 – Kombinieren
LOGO 6 – Zuordnen
LOGO 7 – Spiegelbilder
LOGO 8 – Reihen
LOGO 9 – Muster
LOGO 10 – Mengen

Motiviertes Lernen über drei Stufen

Die drei Schwierigkeitsstufen einer Übung helfen den Kindern sich behutsam in ein Thema einzuarbeiten. In der Einstiegsstufe lernen die Kinder den Mechanismus und die Anforderungen der Übung auf einfachste Weise kennen. Erfolg ist garantiert. Das motiviert, um dann auch die Herausforderung der beiden nächsten Stufen in Angriff zu nehmen und zu bewältigen.

Immer genau wissen, wo man steht

Die Übungsauswahl ist gleichzeitig Lernjournal und dokumentiert laufend den Lernstand. Die Kinder wissen so jederzeit, welche Stufen der 9 Übungen sie bereits bearbeitet haben und wie erfolgreich sie dabei waren.

Einsatzbereiche

Förderung grundlegender Fertigkeiten in Frühförderung, Kindergarten, in der schulischen Heilpädagogik

Basis für die Entwicklung bildet die Lernheftreihe LOGO für das profaxli Lerngerät. Die Grundideen wurden weiterentwickelt, um die zusätzlichen Möglichkeiten des digitalen Lernens auszuschöpfen.

Das Entwicklungsteam

René Fehr-Biscioni – Entwickler, Programmierer, Gestalter
Harriet Bünzli-Seiler – Primarlehrerin, Lehrmittelautorin